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Leer Zur Psychopathologie des Alltagslebens: Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum online gratis (en alemán)

de Sigmund Freud

Portada de Zur Psychopathologie des Alltagslebens: Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum de Sigmund Freud

"Zur Psychopathologie des Alltagslebens" by Sigmund Freud is a work published in 1901. The founder of psychoanalysis examines the hidden meanings behind everyday mistakes, slips of the tongue, and forgotten names. Freud argues these seemingly random errors reveal unconscious thoughts and impulses, blurring the line between normal and abnormal psychology. Through personal examples and case studies, he demonstrates how analyzing these minor mental lapses can serve as tools for understanding the human psyche and its deeper pathologies. (This is an automatically generated summary.)

Así empieza

Vergessen von Eigennamen.

Im Jahrgange 1898 der Monatsschrift für Psychiatrie und Neurologie habe
ich unter dem Titel »Zum psychischen Mechanismus der Vergesslichkeit«
einen kleinen Aufsatz veröffentlicht, dessen Inhalt ich hier wiederholen
und zum Ausgang für weitere Erörterungen nehmen werde. Ich habe dort den
häufigen Fall des zeitweiligen Vergessens von Eigennamen an einem
prägnanten Beispiel aus meiner Selbstbeobachtung der psychologischen
Analyse unterzogen und bin zum Ergebnis gelangt, dass dieser gewöhnliche
und praktisch nicht sehr bedeutsame Einzelvorfall von Versagen einer
psychischen Funktion -- des Erinnerns -- eine Aufklärung zulässt, welche
weit über die gebräuchliche Verwertung des Phänomens hinausführt.

Wenn ich nicht sehr irre, würde ein Psycholog, von dem man die Erklärung
forderte, wie es zugehe, dass einem so oft ein Name nicht einfällt, den
man doch zu kennen glaubt, sich begnügen, zu antworten, dass Eigennamen
dem Vergessen leichter unterliegen als andersartiger Gedächtnisinhalt.
Er würde die plausibeln Gründe für solche Bevorzugung der Eigennamen
anführen, eine anderweitige Bedingtheit des Vorganges aber nicht
vermuten.

Für mich wurde zum Anlass einer eingehenderen Beschäftigung mit dem
Phänomen des zeitweiligen Namenvergessens die Beobachtung gewisser
Einzelheiten, die sich zwar nicht in allen Fällen, aber in einzelnen
deutlich genug erkennen lassen. In solchen Fällen wird nämlich nicht nur
vergessen, sondern auch falsch erinnert. Dem sich um den entfallenen
Namen Bemühenden kommen andere -- Ersatznamen -- zum Bewusstsein, die
zwar sofort als unrichtig erkannt werden, sich aber doch mit grosser
Zähigkeit immer wieder aufdrängen. Der Vorgang, der zur Reproduktion des
gesuchten Namens führen soll, hat sich gleichsam verschoben und so zu
einem u

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