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Leer Über die Schönheit häßlicher Bilder. Ein Vademecum für Romantiker unserer Zeit online gratis (en alemán)

de Max Brod

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"Über die Schönheit häßlicher Bilder. Ein Vademecum für Romantiker unserer Zeit" by Max Brod is a collection of 33 essays published in 1913. The work explores nearly every aspect of modern culture through a spirit of "cheerful dilettantism," avoiding expert pretension. Written in an improvisational style, these essays address the independent wanderer, the flâneur who strolls through contemporary life. Brod embraces accessibility over expertise, creating a guide for romantics navigating the cultural landscape of their time. (This is an automatically generated summary.)

Así empieza

Ich bin weder Spiritist noch Antispiritist, weder Antitheosoph noch
Theosoph. »Welcher Weltanschauung gehören Sie also an?« Ich bin Literat.

Man wird sich doch endlich angewöhnen müssen, die Literatur als eine
vollgültige alles umfassende Weltanschauung anzusehen, nicht als einen
Beruf. Der Schriftsteller hat seine ihm eigentümliche Art, die Dinge zu
sehen, er sieht eben das Literarische an ihnen, also das künstlerisch
Beschreibenswerte, das den an diesen Dingen anderweitig Beteiligten
freilich sehr oft nur einen Nebenumstand darstellen mag ... Hierdurch
gerät er allerdings in den üblen Verdacht, zu ironisieren, d. h. von den
Dingen nicht ergriffen zu sein ... Ganz falsch: er ist in seiner Art
ergriffen, literarisch ergriffen von ihnen. -- Einem Dichter vorwerfen,
daß er sich von der Welt nur literarisch beeinflussen läßt, ist genau
dasselbe, wie einem Politiker vorwerfen, daß er sich nicht um den
Knochenbau seiner Wähler kümmert, oder einem Anatomen, daß ihm einerlei
ist, ob die Skelette seines Kabinetts zu Lebzeiten der konservativen
oder freisinnigen Partei angehört haben.

Ich gestehe von vornherein und mit Stolz, ich bin Literat, ich
interessiere mich auch für »Höhere Welten« nur literarisch. -- Kommt
einer und predigt mir, daß die ganze sinnliche Welt nur Schein ist, daß
es ganz andere Dinge gibt, die zu sehen für mich von der allerhöchsten
Wichtigkeit ist, ja die nicht sehen mich in ewige Verdammnis stürzen
wird, -- so werde ich nicht umhin können, die seltsame Haarformierung
und Frisur etwa dieses Drohenden in erster Linie, als Hauptsache zu
beobachten und im Geiste unwillkürlich die treffendsten Worte und
Vergleiche dafür zu suchen. Ganz einfach: er stellt mich in seine
übersinnliche Weltanschauung, ich ihn in meine literarische. Niemals
werde ich zugeben, daß

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