"Selbstbetrachtungen" by Emperor of Rome Marcus Aurelius is a philosophical work written between 170 and 180 CE. Composed in Greek during military campaigns along the Roman Empire's northern frontier, these personal reflections represent the final major contribution of Stoic philosophy. Through aphoristic observations and self-dialogue, the emperor explores reason, duty, and harmony with nature. Written as private guidance rather than public instruction, these meditations reveal the inner life of a ruler striving to balance philosophical ideals with imperial responsibilities. (This is an automatically generated summary.)
Así empieza
Der Philosoph auf dem Kaiserthron gehört zu den bedeutendsten Männern
des ausklingenden Altertums. Marcus Annius Verus wurde den 25. April des
Jahres 121 n. Chr. Geb. zu Rom geboren wo seine Familie, seit der
Urgroßvater aus Spanien eingewandert war, sich zu hohem Rang
emporgearbeitet hatte. Sorgfältige Erziehung, gepaart mit großer
Lernbegierde, erschlossen ihm die Wissenschaft seines Jahrhunderts, die
in der Philosophie den höchsten, in unserem Sinn sogar den einzigen
Ausdruck fand. Schon im zwölften Jahr nahm der kräftig aufblühende
Jüngling den weißen Mantel und bekundete dadurch, daß er auch äußerlich
zur Kaste der Philosophen gehören wolle.
Streng und ernst gab sich die Weltweisheit des zweiten Jahrhunderts.
Entbehrungen, oft bis zum Übermaß gesteigert, wie sie später zur
typischen Eigenschaft christlicher Asketen wurden, verlangten die
Anhänger der Stoa und sahen in der Abkehr von allen Interessen,
Zerstreuungen wie Freuden der Welt die einzig richtige Stellungnahme
eines Weisen den vergänglichen Dingen gegenüber.
Zurückgezogen von seinen Altersgenossen, vielleicht ein wenig ostentativ
in den weißen Mantel gehüllt, mit den Stoikern Rusticus, Apollonius,
Claudius Maximus in anregend erzieherischem Gespräch, wandelte der
Jüngling durch die stillen abgelegenen Gärten einer Villa, bis zu deren
Mauern der Lärm der römischen Weltstadt brandete. Auf Bitten seiner
Mutter, die mit Bangen bemerkte, daß ihr Sohn unter der Last
selbstauferlegter Entbehrungen blasser und schmächtiger wurde, stellte
er seinen Lebenswandel auf gesündere Basis und gesellte den geistigen
Exerzitien nützliche, körperliche Übungen. Die Herrschaft des gesunden
Menschenverstandes, die in den Taten und Schriften des späteren Kaisers
so glücklich zum Ausdruck kommt, beginnt schon in den Jünglingsjahr
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