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Leer Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents. Band 2. online gratis (en alemán)

de Alexander von Humboldt

"Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents. Band 2." by Alexander von Humboldt is a scientific publication written in the mid-19th century. This work is part of Humboldt's extensive travels and observations in South America, focusing particularly on the diversity of its cultures, languages, and natural phenomena. The book delves into the indigenous peoples of the region, examining their languages, customs, and the impacts of colonization on their societies. The opening of this volume introduces the Chaymas, an indigenous group living in the mountainous areas of present-day Venezuela. Humboldt reflects on the physical characteristics of the Chaymas, their social structures, agricultural practices, and the effects of missionary activity on their culture and language. He contrasts their way of life with other indigenous groups and provides a detailed description of their customs, clothing, and societal norms, setting the stage for a deeper exploration of their linguistic an

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Körperbeschaffenheit und Sitten der Chaymas. -- Ihre Sprachen.

Der Beschreibung unserer Reise nach den Missionen am Caripe wollte ich
keine allgemeinen Betrachtungen über die Stämme der Eingeborenen, welche
Neu-Andalusien bewohnen, über ihre Sitten, ihre Sprache und ihren
gemeinsamen Ursprung einflechten. Jetzt, da wir wieder am Orte sind, von
dem wir ausgegangen, möchte ich alles dieß, das für die Geschichte des
Menschengeschlechts von so großer Bedeutung ist, unter Einem Gesichtspunkt
zusammenfassen. Je weiter wir von jetzt an ins Binnenland eindringen,
desto mehr wird uns das Interesse für diese Gegenstände, den Erscheinungen
der physischen Natur gegenüber, in Anspruch nehmen. Der nordöstliche Theil
des tropischen Amerikas, Terra Firma und die Ufer des Orinoco, gleichen
hinsichtlich der Mannigfaltigkeit der Völkerschaften, die sie bewohnen,
den Thälern des Caucasus, den Bergen des Hindoukho, dem nördlichen Ende
Asiens jenseits der Tungusen und Tartaren, die an der Mündung des Lena
hausen. Die Barbarei, die in diesen verschiedenen Landstrichen herrscht,
ist vielleicht nicht sowohl der Ausdruck ursprünglicher völliger
Culturlosigkeit, als vielmehr die Folge langer Versunkenheit. Die meisten
der Horden, die wir Wilde nennen, stammen wahrscheinlich von Völkern, die
einst auf bedeutend höherer Culturstufe standen, und wie soll man ein
Stehenbleiben im Kindesalter der Menschheit (wenn ein solches überhaupt
vorkommt) vom Zustand sittlichen Verfalls unterscheiden, in dem
Vereinzelung, die Noth des Lebens, gezwungene Wanderungen, oder ein
grausames Klima jede Spur von Cultur ausgetilgt haben? Wenn Alles, was
sich auf die ursprünglichen Zustände des Menschen und auf die älteste
Bevölkerung eines Festlandes bezieht, an und für sich der Geschichte
angehörte, so würden wir uns a

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