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Leer Jenseits des Lustprinzips online gratis (en alemán)

de Sigmund Freud

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"Jenseits des Lustprinzips" by Sigmund Freud is a treatise published in 1920. Freud challenges his earlier theories by examining a puzzling phenomenon: why do people compulsively repeat painful experiences? Through analyzing traumatic dreams and childhood play, he introduces revolutionary concepts that reshape psychoanalytic theory. He proposes that the unconscious mind operates deeper than previously thought, that drives pursue more than pleasure, and that two fundamental forces—life drives and death drives—battle within every living organism. (This is an automatically generated summary.)

Así empieza

In der psychoanalytischen Theorie nehmen wir unbedenklich an, daß
der Ablauf der seelischen Vorgänge automatisch durch das Lustprinzip
reguliert wird, das heißt, wir glauben, daß er jedesmal durch eine
unlustvolle Spannung angeregt wird und dann eine solche Richtung
einschlägt, daß sein Endergebnis mit einer Herabsetzung dieser Spannung,
also mit einer Vermeidung von Unlust oder Erzeugung von Lust
zusammenfällt. Wenn wir die von uns studierten seelischen Prozesse mit
Rücksicht auf diesen Ablauf betrachten, führen wir den ökonomischen
Gesichtspunkt in unsere Arbeit ein. Wir meinen, eine Darstellung, die
neben dem topischen und dem dynamischen Moment noch dies
ökonomische zu würdigen versuche, sei die vollständigste, die wir uns
derzeit vorstellen können, und verdiene es, durch den Namen einer
metapsychologischen hervorgehoben zu werden.

Es hat dabei für uns kein Interesse zu untersuchen, inwieweit wir uns
mit der Aufstellung des Lustprinzips einem bestimmten, historisch
festgelegten, philosophischen System angenähert oder angeschlossen
haben. Wir gelangen zu solchen spekulativen Annahmen bei dem Bemühen,
von den Tatsachen der täglichen Beobachtung auf unserem Gebiete
Beschreibung und Rechenschaft zu geben. Priorität und Originalität
gehören nicht zu den Zielen, die der psychoanalytischen Arbeit gesetzt
sind, und die Eindrücke, welche der Aufstellung dieses Prinzips zugrunde
liegen, sind so augenfällig, daß es kaum möglich ist, sie zu übersehen.
Dagegen würden wir uns gerne zur Dankbarkeit gegen eine philosophische
oder psychologische Theorie bekennen, die uns zu sagen wüßte, was die
Bedeutungen der für uns so imperativen Lust- und Unlustempfindungen
sind. Leider wird uns hier nichts Brauchbares geboten. Es ist das
dunkelste und unzugänglichste Gebiet des Seelenlebens, u

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