"Schelmuffskys wahrhaftige, kuriöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande" by Christian Reuter is a satirical novel published in 1696/97. The work follows Schelmuffsky, a boastful narrator who claims to have traveled the world, visiting Hamburg, Stockholm, Amsterdam, India, and Rome. His grandiose tales of adventure and romance clash hilariously with reality, as his crude behavior and mangled language expose him as a fraud. The novel satirizes both trivial literature and the fashionable gentleman-of-the-world ideal of its time. (This is an automatically generated summary.)
Así empieza
Der Leipziger Student Christian Reuter, der im Jahre 1696 »Schelmuffskys
wahrhaftige, curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser
und Lande« anonym erscheinen ließ, ist als der Verfasser eines der
lustigsten Bücher unserer Literatur, das die Aufschneidereien des
weltberühmten Freiherrn von Münchhausen noch übertrumpft, erst vor
wenigen Jahrzehnten aus der selbstgewählten Verborgenheit an das Licht
gezogen worden. Von seinem L e b e n wissen wir, abgesehen von seinen
tollen Studentenjahren, über die uns die umständlichen Disziplinarakten
eines hochlöblichen akademischen Senats Auskunft geben, herzlich wenig;
aber gerade die Leipziger Jahre Reuters, der, 1665 als Sohn eines Bauern
in der Nähe von Zörbig bei Halle geboren, 1694 die Universität bezog,
sind mit der Entstehung des »Schelmuffsky« auf das engste verknüpft und
bieten auch sonst ein interessantes Bild von dem akademischen Leben
jener Tage.
Christian Reuter, den wir uns als einen frischen, übermütigen Burschen,
dem ein gehöriger Schalk im Nacken saß, denken müssen, wohnte als
Student in dem Hause »Zum roten Löwen« auf dem Brühl bei einer gewissen
Frau Müller, die verwitwet war und eine Reihe erwachsener Kinder, drei
Söhne und zwei Töchter, hatte. Die F a m i l i e M ü l l e r, dummstolz
und hoffärtig, scheint wegen ihrer ungebildeten, stereotypen
Redensarten in studentischen Kreisen ein beliebtes Ziel des Spottes
gebildet zu haben; der älteste Sohn Eustachius, das Urbild des
Schelmuffsky, war ein Aufschneider und Tagedieb und nach einer gemäß der
Sitte junger Edelleute angeblich von ihm unternommenen Auslandreise in
das mütterliche Haus zurückgekehrt, wo er sich nicht wenig aufspielte
und durch einen liederlichen Lebenswandel die Wirtschaft
herunterbrachte. Es dauerte nicht lange, so geriet Reuter,
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