"Erotika Biblion" by Honoré Gabriel Riquetti Graf von Mirabeau is a philosophical treatise written in the late 18th century. The book delves into themes of sexuality, morality, and the historical context of societal norms surrounding sexual behavior. It likely explores the intersections of natural instincts and societal constraints, addressing how these have influenced human relationships and the understanding of eroticism. The opening of "Erotika Biblion" presents a framed discussion on historical manuscripts excavated from Herculaneum, hinting at the complexity of uncovering truths buried beneath layers of time and interpretation. Throughout this portion, the author references a mozarabic manuscript that discusses sexual morality and human nature, initially focusing on an individual named Jeremias Shackerley and his otherworldly observations on the inhabitants of Saturn's ring. This set-up introduces a larger discourse on the moral implications of human desires, the origins of vario
Así empieza
von
Honoré Gabriel
Riquetti
Graf von Mirabeau
HYPERIONVERLAG
Anagogie
Bekanntlich[A] haben unter den zahllosen Ausgrabungen der Altertümer von
Herkulanum die Handschriften die Geduld und den Scharfsinn der Künstler und
Gelehrten erschöpft. Die Schwierigkeit besteht in dem Aufrollen der seit
zweitausend Jahren durch die Lava des Vesuvs halbvernichteten Schriften.
Sowie man sie berührt, zerfällt alles in Staub.
Indessen haben ungarische Mineralogen, die geduldiger und gewandter als die
Italiener sind, Vorteile aus den Erzeugnissen, die der Mutterschoß der Erde
darbietet, zu ziehen, der Königin von Neapel ihre Dienste angeboten. Die
Fürstin, eine Freundin aller Künste, die den Wetteifer geschickt anzufeuern
versteht, hat die Künstler liebenswürdig aufgenommen: sie aber stürzten
sich auf diese unsäglich schwierige Arbeit.
Zuerst kleben sie eine dünne Leinwand über eine dieser Rollen; wenn das
Leinen trocken ist, hängt man es auf und legt gleichzeitig die Rolle auf
einen beweglichen Rahmen, um ihn unmerklich zu senken, je nachdem die
Abwicklung vor sich geht. Um sie zu erleichtern, streicht man mit einem
Federbart einen Faden Gummiwassers auf die Rolle, und allmählich lösen sich
Teile davon ab, um sich unverzüglich auf die ausgespannte Leinewand zu
leimen.
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