"Die drei Sprünge des Wang-lun: Chinesischer Roman" by Alfred Döblin is a historical novel published in 1916. It follows Wang-lun, a Chinese rebel who led an uprising against Emperor Qianlong in the late 18th century. From his rough beginnings as a wandering thief and scoundrel, Wang-lun transforms into the leader of outcasts and vagabonds. He embraces Taoist philosophy and the principle of Wu-wei—non-action and non-resistance—as he confronts questions of passive versus active resistance against oppressive power. (This is an automatically generated summary.)
Así empieza
Wang-lun
Auf den Bergen Tschi-lis, in den Ebenen, unter dem alles duldenden Himmel
saßen die, gegen welche die Panzer und Pfeile des Kaisers Khien-lung
gerüstet wurden. Die durch die Städte zogen, sich über die Marktflecken und
Dörfer verbreiteten.
Ein leiser Schauer ging durch das Land, wo die »Wahrhaft Schwachen«
erschienen. Ihr Name Wu-wei war seit Monaten wieder in allen Mündern. Sie
hatten keine Wohnstätten; sie bettelten um den Reis, den Bohnenbrei, den
sie brauchten, halfen den Bauern, Handwerkern bei der Arbeit. Sie predigten
nicht, suchten niemanden zu bekehren. Vergeblich bemühten sich Literaten,
die sich unter sie mischten, ein religiöses Dogma von ihnen zu hören. Sie
hatten keine Götterbilder, sprachen nicht vom Rade des Daseins. Nachts
schlugen viele ihr Lager auf unter Felsen, in den riesigen Waldungen,
Berghöhlen. Ein lautes Seufzen und Weinen erhob sich oft von ihren
Raststätten. Das waren die jungen Brüder und Schwestern. Viele aßen kein
Fleisch, brachen keine Blumen um, schienen Freundschaft mit den Pflanzen,
Tieren und Steinen zu halten.
Da war ein frischer junger Mann aus Schan-tung, der das erste Examen mit
Auszeichnung bestanden hatte. Er hatte seinen Vater, der allein im
Fischerboot ausgefahren war, aus schwerster Seenot gerettet; ehe er dem
Vater nachfuhr, gelobte er, den Wu-wei-Anhängern zu folgen. Und so ging er,
kaum daß die freudevollen Examensfeiern vorbei waren, still aus dem Haus.
Es war ein ehrerbietiger, etwas scheuer Jüngling, mit eingekellerten Augen,
der sichtlich schwer unter seinem seelischen Zwiespalt litt.
Ein Bohnenhändler, ein rippendürrer Mann, lebte fünfzehn Jahre in
kinderloser Ehe. Er grämte sich tief, daß niemand nach seinem Tode für ihn
beten würde, seinen Geist speisen und pflegen würde. Als er fünfundvierzig
Jahre al
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